Bundestagswahl 2013

Studium – Erfolgreich an der Hochschule

Der Bologna-Prozess ist nach zehn Jahren immer noch ein großes Diskussionsthema in der Hochschullandschaft. Die GEW fordert hier eine nachhaltige Verbesserung. Nicht jede Partei hält an diesem System fest – teilweise fordern sie eine Rückkehr zu Diplom- und Staatsexamsstudiengänge.

GEW

  • Das Bologna-System soll nachhaltig verbessert, die Kriterien der Studierbarkeit und der beruflichen Qualifizierung umgesetzt und die Mobilität erhöht werden.
  • Es sollen mehr unbefristete Beschäftigungsverhältnisse angeboten werden.
  • Zulassungssperren sollen fallen.
  • Jeder sollte eine elternunabhängige Ausbildungsförderung erhalten.

CDU

  • Hochschulen sollen gemeinsam mit der Partei auf die steigende Anzahl an Studierenden vorbereitet und zukunftsfest gemacht werden.
  • Die Studienfinanzierung soll verbessert werden. Zum einen soll das BAföG an die Lebenserhaltungskosten und die veränderten Bildungswege angepasst werden.
  • Das Studieren mit Kind soll leichter werden – unter anderem durch bezahlbares Wohnen und Kinderbetreuung in den Bibliotheken.
  • Die CDU setzt außerdem auf den Ausbau von Online-Hochschulen.

SPD

  • Das Studienangebot soll weiter ausgebaut werden und eine solide Finanzstruktur soll die Grundfinanzierung der Hochschulen stärken.
  • Die Infrastruktur (Wohnraum, Mensen etc.) soll bedarfsgerecht ausgebaut werden.
  • Es soll auch weiterhin keine Studiengebühren geben.
  • Das Deutschlandstipendium soll wegfallen und das Geld für den Ausbau des BAföGs genutzt werden.

FDP

  • Hochschulen sollen sich selbst verwalten. Außerdem soll die Grundfinanzierung nach dem Prinzip „Geld folgt Studierenden“ (Gefos) erfolgen, das heißt dass das jeweilige Geburtsland des Studierenden länderübergreifend die Studienkosten übernimmt.
  • Die Bundesländer sollen nachgelagerte Studiengebühren zulassen können.
  • Hochschulen sollen unbürokratisch mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen zusammenarbeiten können.
  • Der Fremdspracheneinsatz soll in Lehrveranstaltungen vermehrt zum Einsatz kommen.
  • Die FDP spricht sich für einheitliche europäische Semesteranfangszeiten aus.

GRÜNE

  • Eine Milliarde Euro sollen zusätzlich in den Hochschulpakt fließen und damit für bessere Studienbedingungen sorgen.
  • Das BAföG soll um 300 Millionen Euro jährlich aufgestockt werden.
  • Das Kooperationsverbot soll aufgehoben werden.
  • Kritik üben die GRÜNEN am Deutschlandstipendium und an den Bildungssparkonten aus.

DIE LINKE

  • Das Bologna-System soll abgeschafft und zu einem selbstbestimmten, interdisziplinären und kritischen Studieren entwickelt werden.
  • Studiengebühren sollen bundesweit abgeschafft werden.
  • Es soll keine Zulassungsbeschränkungen auf Studienplätze (auch Master) geben.
  • Das BAföG soll elternunabhängig, bedarfsdeckend, altersunbeschränkt und als Vollzuschuss gezahlt werden.
  • Das Kooperationsverbot soll aufgehoben werden.

PIRATEN

  • Das Bologna-System soll überarbeitet werden.
  • Lehrende und Lernende sollen mit urheberrechtlich geschütztem Material frei arbeiten können.
  • Die Piraten fordern die Aufhebung des Kooperationsverbotes.

Alternative für Deutschland

  • Diplom- und Staatsexamsstudiengänge sollen wieder eingeführt werden.

FAMILIEN-Partei

Keine Angaben.

 

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