Unterrichtsstörungen

Ein Tag gegen Lärm

In Deiner Klasse kann es an einem normalen Schulalltag ganz schön laut werden. Manchmal sogar lauter als in einer Fabrikhalle. Grund genug sich am 16. „Tag gegen Lärm – International Noise Awareness Day“ den Belastungen bewusst zu werden. Die GEW NRW hilft und gibt Dir Tipps, damit umzugehen.

In einer Studie der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BauA) sind in Klassenräumen Werte zwischen 60 und 85 dB(A) gemessen worden. Das ist viel zu laut, um einen produktiven Unterricht führen zu können. Die SchülerInnen haben hier nicht nur Probleme, die Informationen zu verstehen, sondern auch damit sie zu verarbeiten. Für eine gelingende Kommunikation sind 55 dB(A) empfehlenswert.

Es gibt viele Gründe für lärmauffällige Klassen:

  • Klassenräume und Schulbauten sind nicht entsprechend akustisch ausgestattet
  • Die Schule liegt in lärmanfälligen Bereichen, z.B. stark befahrenen Straßen
  • SchülerInnen ist nicht bewusst, dass Lärm stört
  • Laute technische Ausstattungen wie veraltete Computer oder Drucker
  • Hörprobleme oder mangelndes Sprachverständnis bei SchülerInnen

Ein hoher Lärmpegel bedeutet für LehrerInnen doppelten Stress und kann neben psychischen Belastungen auch gesundheitliche Folgen haben. Zu viel Lärm kann zum Beispiel zur Erhöhung von Stresshormonen im Blutspiegel führen, zur Verengung von Blutgefäßen, zur Verringerung der Magen-Darm-Bewegung, zu verstärkter Magnesium-Ausscheidung und zu Stimmbandproblemen.

Wie kann man dem entgegenwirken?

Schulen können Lärm aktiv bekämpfen; durch bewusstseinsfördernde, organisatorische, pädagogische und personenbezogene Maßnahmen. Der Ratgeber der GEW NRW „Jetzt reicht’s mit dem Lärm – Lärm stört und macht krank“ erklärt Dir, wie das geht. Detailliert geht er auf die einzelnen Bereiche ein und gibt Tipps, um den Lärmpegel in Schulen und Klassen zu senken.

Praxishilfe: Unterrichtsstörungen

Doch nicht nur der Lärm ist eine Störung des Unterrichts. Auch andere Verhaltensweisen von SchülerInnen – und übrigens auch von LehrerInnen – erschweren den Schulalltag. Der Erziehungswissenschaftler Rainer Winkel analysiert in zwölf Fallbeispielen unterschiedlichste Störungen und gibt Tipps im Umgang damit. Zur Erläuterung nimmt er wissenschaftliche Modelle zur Hilfe.

Zu den Fällen zählen:

  • die spielerische und aggressive Provokation
  • die demonstrierte Langeweile
  • der stumme Schüler
  • der Klassenclown
  • auch Lehrer können stören
  • flirten statt lernen
  • wenn geraucht, getrunken und gedealt wird
  • u.a.

 

Zusammenfassung der Beiträge „Jetzt reicht’s mit dem Lärm“ und „Praxishilfe Unterrichtsstörungen“ von: GEW NRW.

Den kompletten Text von „Jetzt reicht’s mit dem Lärm“ gibt es als pdf zum Download.

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