Welttag gegen Kinderarbeit

Perspektive schaffen

Bildung ist nicht gleich Bildung. Erst recht nicht, wenn viele Kinder auf dieser Erde keinen Zugang zu einer Schuleinrichtung haben. Der „Welttag gegen Kinderarbeit“ macht auf diese Ungerechtigkeit in der Welt aufmerksam. Auch die GEW-Stiftung „Fair Childhood“ kämpft mit einem Ideenwettbewerb für „Kinderarbeitsfreie Zonen“.

Über 190 Millionen Kindern haben keinen freien Zugang zu Bildungseinrichtungen. Sie müssen sich um die Ernährung ihrer Familie sorgen oder werden zur Arbeit gezwungen. Das geht aus einem UNICEF-Bericht hervor. Diese Kinder haben keine Möglichkeit, frei zu spielen, Freunde zu treffen, einen Schulabschluss zu machen, zu studieren, zu verreisen, ihre Freizeit zu nutzen oder sich frei zu entwickeln. Sie müssen in ihrem jungen Alter hart arbeiten. Es sind Tätigkeiten, die selbst für Erwachsene schwer zu bewältigen sind. In Steinbrüchen, Ziegeleien, Kohlebergwerken oder Textilfabriken müssen sie unter unmenschlichen Arbeitsbedingungen schuften – für wenige Cent pro Tag.Zu diesen fast zweihundert Millionen Kindern kommen etwa sechs Millionen, die in Sklaven- oder Zwangsarbeit leben, über zwei Millionen, die als Zwangsprostituierte oder als Kindersoldaten missbraucht werden.
Das ist nicht nur ein Problem in den Entwicklungsländern. Auch in den Industriestaaten sind mehrere Hundertausende Kinder von dieser Ausbeutung betroffen.

Ideen für eine kinderarbeitsfreie ZoneDie GEW-Stiftung „Fair Childhood“ sucht mit dem Wettbewerb „Kinderarbeitsfreie Zone“ nach Ideen gegen Kinderarbeit. SchülerInnen, StudentInnen, Jugendgruppen und Kinder  aller nationalen und internationalen Bildungseinrichtungen können ihrer Kreativität freien Lauf lassen und gemeinsam Konzepte entwickeln, die gegen dieses Problem ankämpfen.
Für TeilnehmerInnen des Ideenwettbewerbs von „Fair Childhood“ gibt es nur drei Kriterien:

1. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt

2. Für die Nachhaltigkeit sollen gute Ideen von anderen aufgegriffen und das Projekt wiederholt werden können.

3. Der Wettbewerb dient auch der Wirksamkeit in der Bevölkerung. Die Beiträge sollen auf das Thema Kinderarbeit aufmerksam machen und das Verhalten der Mitmenschen verändern.

Die TeilnehmerInnen bekommen nicht nur die Chance, ihre Idee auf verschiedenen Veranstaltungen vor einem großen Publikum vorzustellen, sondern können auch Preise gewinnen. Der Wettbewerb geht noch bis Ende des Jahres.

Gemeinsam gegen KinderarbeitAber „Fair Childhood“ macht noch mehr. Mit einem Netzwerk aus über 260.000 GEW-Mitgliedern, mehr als 100.000 Bildungseinrichtungen mit 1,5 Millionen Pädagogen, Wissenschaftlern, 14 Millionen Schülern und weiteren sechs Millionen DGB-Mitgliedern, arbeitet die Stiftung national und international an vielen Projekten für das Motto „Bildung statt Kinderarbeit“. Aktiv soll das Problem vor Ort und im Bewusstsein der Bevölkerung nachhaltig angegangen werden.

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