Schullexikon

Auslandsschuldienst

Die Bundesrepublik Deutschland fördert den weltweiten Einsatz von Lehrkräften an Deutschen Auslandsschulen und ausgewählten ausländischen staatlichen Bildungseinrichtungen. Die Einsatzdauer beträgt in der Regel drei bis sechs Jahre.

Rechtslage im ÜberblickBei der Personalvermittlung wird unterschieden zwischen Auslandsdienstlehrkräften (ADLK) und Bundesprogrammlehrkräften (BPLK). Je nach Programm gibt es unterschiedliche Auswahl- und Bewerbungsverfahren: Informationen über Einsatzmöglichkeiten und Bewerbungsverfahren erteilt das Bundesverwaltungsamt, Zentralstelle für das Auslandsschulwesen in Köln. Daneben besteht die Möglichkeit, im Auftrag der Bundesländer als sogenannte Landesprogrammlehrkraft im Rahmen der Lehrerentsendeprogramme an schulischen Einrichtungen im Baltikum, in Mittel- und Osteuropa und in Zentralasien zu arbeiten.

Bedarf besteht hauptsächlich an Lehrkräften mit der Lehrbefähigung für die Sekundarstufe II

  • mit den Fächern Deutsch und/oder einer modernen Fremdsprache und Beifächern wie Geschichte, Geographie, Musik,
  • mit Mathematik und/oder Naturwissenschaften/Informatik und
  • in geringerem Umfang an HandelsschullehrerInnen (kaufmännische Ausrichtung) für die duale Berufsausbildung.

VerfahrenBewerbungen (zweifach) sind möglichst umgehend auf dem Dienstweg (Schulleitung, gegebenenfalls Schulamt, Bezirksregierung, Ministerium) an folgende Stelle zu richten: Bundesverwaltungsamt, Zentralstelle für das Auslandsschulwesen, VI R 2, 50728 Köln. Gleichzeitig ist je eine weitere Ausfertigung der Bewerbungsunterlagen als Vorabinformation direkt an die Zentralstelle und an das Referat 414 im MSW zu senden. Es empfiehlt sich, mit dem Auslandsschuldezernenten bei der zuständigen Bezirksregierung Kontakt aufzunehmen. Bewerbungsformulare sind auf der Homepage der Zentralstelle zu erhalten. Für die Genehmigung der Beurlaubung zum Auslandsschuldienst sind nach § 59 Abs. 4 Nr. 3 Schulgesetz (SchulG) die Schulleitungen zuständig.

Finanzen
Über die finanziellen Rahmenbedingungen gibt das Bundesverwaltungsamt – die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen – Auskunft.

Schulleitungsstellen
Im Auslandsschuldienst sind je nach Größe der Schule und Schulform für die Besoldungsgruppen A14 bis A16 Schulleitungsstellen ausgeschrieben. BewerberInnen müssen die in der Ausschreibung angegebene Besoldungsgruppe bereits innehaben und dürfen zum ausgeschriebenen Zeitpunkt des Amtsantritts das 59. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. In der Regel werden Erfahrungen im Auslandsschuldienst sowie die Bereitschaft der Zusammenarbeit mit kulturellen Einrichtungen im Gastland erwartet.


Stand: Dezember 201
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