Schullexikon

Hitzefrei

Wann ist es zu warm? Alle LehrerInnen kennen die Diskussion darüber, dass es heute deutlich zu warm für guten Unterricht ist. Aber was ist warm, was ist zu warm? Hilft die Feuerzeugmethode aus den alten Paukerfilmen, um Hitzefrei zu bekommen?

Rechtslage im ÜberblickEs gibt eine schulrechtliche Festlegung, wann es Hitzefrei gibt und wer es zu entscheiden hat. Dabei kommt es aber entgegen vielfacher Vermutung nicht (allein) auf die Temperatur an.

Einem Erlass ist die folgende Regelung zu entnehmen: „Eine eindeutig bestimmte Temperaturgrenze lässt sich nicht festlegen, da die physiologische Wirkung hoher Lufttemperaturen entscheidend von der herrschenden relativen Luftfeuchtigkeit mitbestimmt wird. Als Anhaltspunkt ist von einer Raumtemperatur von mehr als 27 Grad Celsius auszugehen. Beträgt die Raumtemperatur weniger als 25 Grad Celsius, so darf Hitzefrei nicht erteilt werden.“

Unterricht bei Hitze ist anderer UnterrichtWenn es an einer Schule Hitzefrei gibt, gilt das nicht für alle SchülerInnen. Daher sind dem Erlass auch Hinweise zum „Unterricht bei Hitzefrei“ zu entnehmen: „Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II erhalten kein Hitzefrei. Wenn im Einzelfall einer Schülerin oder einem Schüler die Gefahr einer gesundheitlichen Schädigung droht, zum Beispiel Kreislaufbeschwerden und Hitzestau, so ist sie oder er vom Unterricht zu befreien. Auf die bei hohen Temperaturen verminderte Leistungsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler ist Rücksicht zu nehmen, Klassenarbeiten sollen nach Möglichkeit nicht geschrieben werden.“


Stand: Dezember 2012

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