Schullexikon

Ferien

Ferien sind viel zu wichtig, um sie einem Bundesland allein zu überlassen. Wesentliche Ferienregelungen wurden daher schon vor vielen Jahren (1964) von der Kultusministerkonferenz festgelegt und binden die Bundesländer.

Rechtslage im ÜberblickDer Grundsatz lautet: Die Ferien werden in erster Linie nach pädagogischen Gesichtspunkten festgesetzt. Ihre Gesamtdauer während eines Schuljahres beträgt 75 Werktage. Zudem ist die Struktur vorgegeben: Die Sommerferien sollen in der Zeit zwischen dem 1. Juli und dem 10. September liegen. Sie werden regional gestaffelt. Über die Festsetzung der Sommerferientermine in den einzelnen Ländern trifft die Ständige Konferenz der Kultusminister für jedes Jahr eine Vereinbarung. Weitere zusammenhängende Ferienabschnitte liegen zur Oster- und Weihnachtszeit. Die Unterrichtsverwaltung kann einen kürzeren Ferienabschnitt zu Pfingsten und im Herbst festsetzen sowie einzelne bewegliche Ferientage zur Berücksichtigung besonderer örtlicher Verhältnisse zulassen. Die Anzahl dieser Tage variiert von Jahr zu Jahr.

Bayern immer am Ende, NRW immer alleinUm zu vermeiden, dass die Verkehrswege kollabieren und die Tourismusindustrie mault haben die Länder vereinbart, dass mindestens sechs Wochen Sommerferien festgesetzt werden. Damit ist zugleich eine Vertretungsregelung in Unternehmen, Firmen und Behörden und ähnlichem möglich, die den Beschäftigten mit schulpflichtigen Kindern wenigstens drei Wochen Urlaub zugestehen. Um dies zu erreichen, wurden die Länder zu Gruppen zusammengefasst, die unter anderem in Hinblick auf eine möglichst gleichmäßige Verteilung der Gesamtbevölkerung auf den Gesamtferienzeitraum gebildet wurden:

  • Brandenburg, Berlin, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein
  • Bremen, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen
  • Nordrhein-Westfalen
  • Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland
  • Baden Württemberg und Bayern


Die Länder vereinbarten ein rollierendes System zur Festlegung der Sommerferientermine, um einen Ausgleich zwischen günstigeren und weniger günstigen Sommerferienterminen zu schaffen. Dabei liegen die Ferien der Ländergruppe 5 konstant auf dem letzten Termin.

Ferienzeit gleich Urlaubszeit für LehrerInnenDie LehrerInnen nehmen den ihnen nach der Erholungsurlaubsverordnung zustehenden Urlaub in den Ferien. Ferienzeiten, die über den Urlaubsanspruch hinausgehen, dienen der Fort- und Weiterbildung, der Vor- und Nachbereitung des Unterrichts sowie der Wahrnehmung anderer dienstlicher Verpflichtungen, zum Beispiel der organisatorischen Vorbereitung des neuen Schuljahres. In der letzten Woche vor Unterrichtsbeginn des neuen Schuljahres müssen sich die LehrerInnen zur Dienstleistung für schulische Aufgaben bereithalten, soweit dies für die organisatorische Vorbereitung des neuen Schuljahres erforderlich ist.


Stand: Dezember 2012

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